Denkmalschutz mit Holzfenstern von Schmidt-Visbek
Schmidt-Visbek hat als Partner der Bremer Tischlerei Wenzel ein ganz besonderes Projekt übernommen. „Das Hochaus des finnischen Star-Architekten Alvar Aalto ist seit 1962 ein herausragendes Wahrzeichen des Bremer Stadtteils Vahr. Jetzt werden 22 Stockwerke mit 189 Wohnungen renoviert – und wir liefern 800 maßgefertigte Holzfenster, die den Auflagen des Denkmalschutzes entsprechen“, berichtet Projektleiter Lothar Muhle von Schmidt-Visbek.
„Es ist ein Vorhaben mit enormem Aufwand, denn jedes Holzfenster muss exakt ausgemessen und nach Maß für das denkmalgeschützte Hochhaus angefertigt werden. Obwohl die Wohnungen Etage für Etage im Grunde identisch sind, gibt es Abweichungen von 5 bis 10 Zentimetern pro Fenster“, so Muhle.
Herausforderung Höhe
Nicht nur das Ausmessen in bis zu 60 Metern Höhe ist eine Herausforderung für Schmidt-Visbek, sondern auch der Wind, der dort auf die Fenster drückt. Lothar Muhle erklärt: „Wir verwenden hier unser Holzfenster IV 76 samt Thermopenglas mit einem energieeffizienten U-Wert von 1.0.“
Herausforderung Montage
Wichtig ist der Bremer GEWOBA Aktiengesellschaft Bauen und Wohnen, dass die Renovierung für ihre Mieter möglichst wenig Aufwand mit sich bringt. So wird vom Parterre bis zum 22. Stockwerk erst Wohnungsstrang für Wohnungsstrang ausgemessen. Vier Wochen später tauschen zwei Montageteams der Tischlerei Wenzel in jeder Wohnung innerhalb von einem Tag die alten Fenster gegen die Holzfenster von Schmidt-Visbek aus. Dabei passt das größte Fensterelement mit Holzfuss und einem Gesamtmaß von 2 x 1,70m gerade eben in den Fahrstuhl.
Herausforderung Denkmalschutz
Architekt Aalto ging davon aus, dass in dem Gebäude Berufstätige wohnen würden, die nach Feierabend die Sonne genießen wollen. Aus dieser Überlegung heraus entwarf der Finne das Gebäude in einer fächerartigen Grundform mit großzügigen Fensterflächen auf der Westseite. Nach 50 Jahren werden die Fenster nun erstmalig ausgetauscht. Dabei war die zentrale Auflage der Behörde: Das optische Erscheinungsbild des Gebäudes soll unverändert bleiben. Die Lösung Kunststofffenster in Holzoptik zu verwenden, überzeugte die Denkmalschützer nicht. Nach verschiedenen Mustervorschlägen entschied man sich für die Holzfenster von Schmidt-Visbek. „Es war gar nicht so einfach, einen Partner wie Schmidt-Visbek zu finden, der die Holzfenster in der gewünschten Bauart und in so hoher Stückzahl herstellen kann“, berichtet Michael Kramer, Geschäftsführer der Tischlerei Wenzel. „Und unsere Zusammenarbeit wird noch bis 2013 andauern,“ ergänzt Lothar Muhle, „auch wenn wir schon jetzt vor dem Zeitplan liegen.“

